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FREISTADT. Dieser beinhaltet das adventliche Hörspiel „Die Geschichte von den vier Kerzen“. Eine Wiederholung der Sendung gibt es am Sonntag, 21. Dezember, 19 Uhr.
hochgeladen von Justin Pröll am 15.Dezember 2025
Artkel von Justin Pröll/BezirksRundschau Freistadt
Am 18. September gastierte Annemarie Massart aus Belgien im Zwirnknopfmuseum Pregarten. Sie überreichte ein vier Meter langes Nähband an die Leiterin Sabine Krump-Hehenberger. Gefertigt wurde es im Jahr 1903 – an einer belgischen Mädchenschule.
PREGARTEN. Flora Simon hieß die Schülerin, von der das Band stammt. Anfang des 20. Jahrhunderts handelte es sich dabei um ein Demonstrationsobjekt für das handwerkliche Können junger Mädchen. Was das Nähband über die damalige Zeit sagt, erklärt Krump-Hehenberger: „Die Entstehung im Unterricht einer Mädchenschule illustriert die systematische Vermittlung von Näh- und Textilkenntnissen – als schulische Pflichtfächer sowie als Grundlage weiblicher Fach- und Haushaltskompetenzen.“
Massart erhielt das Band von ihrer Freundin Joëlle Potvin. Die 65-jährige Krankenschwester fand das historische Kunstobjekt beim Ausmustern des Hauses ihrer Tante, nachdem diese in ein Pflegeheim gezogen war. „Dieses bedeutsame Band gilt als wichtiges Zeugnis weiblicher Handwerkskunst“, sagt Krump-Hehenberger.
Kürzlich bekam Sabine Krump-Hehenberger, Direktorin des Pregartner Zwirnknopfmuseums, internationalen Besuch. Frieda Sorber aus Belgien und Linda Gross aus New Jersey (USA) legten bei ihrer gemeinsamen Reise durch Österreich einen Zwischenstopp in Pregarten ein.
PREGARTEN. Sorber war einst Kuratorin eines belgischen Textilmuseums. Mittlerweile ist sie in der Pension. Gross ist private Klöpplerin und fertigt seit rund einem Jahr Dorset-Knöpfe. Vom Zwirnknopfmuseum erfuhren die beiden in der Goldspinnerei von Sonja Raab in Opponitz (Niederösterreich).
Die gemeinsame Begeisterung für das Fertigen von Knöpfen: Das verbindet Sorber, Gross und Krump-Hehenberger. „Jeder einzelne Knopf besteht aus einer sorgfältig ausgewählten Legung einzelner Fäden. Dabei werden Nähtechniken von Zwirn-, Dorset- und Posamentenknöpfen kunstvoll kombiniert“, erklärt Krump-Hehenberger. „Dadurch entstehen kontinuierlich neue Designmuster, die jedem Knopf eine einzigartige Ausdruckskraft verleihen.“
Artikel in der BezirksRundschau Freistadt von Justin Pröll am 4.August 2025
Bereits vor einigen Jahren war Annemarie Massart aus Belgien bei Sabine Krump-Hehenberger im Pregartner Zwirnknopfmuseum zu Gast. Angetan von den runden bunten Kunstwerken, kaufte sie ein paar von Krump-Hehenbergers Lehrbüchern. Kürzlich stattete die Belgierin dem Museum erneut einen Besuch ab. Krump-Hehenberger freute sich, als sie sah, dass Massart das Handwerk nicht bloß beherrschte, sondern imstande war, herausragend schöne Zwirnknöpfe anzufertigen.
PREGARTEN. Einige ihrer selbst gemachten Zwirnknöpfe schenkte die Belgierin dem Zwirnknopfmuseum Pregarten. Diese können dort von nun an besichtigt werden. Mittlerweile lehrt Massart das Nähen von Zwirnknöpfen auch in ihrem Heimatland. „Seit inzwischen 40 Jahren halte ich die Kunst des einstigen Nähens von Zwirnknöpfen am Leben“, sagt Krump-Hehenberger. „Jetzt, nach so vielen Jahren meines unermüdlichen Tuns, sehe ich mit großer Freude, dass das traditionsreiche Handwerk wieder an Beliebtheit gewinnt.“
Ich möchte mich aufrichtig und herzlich für die nette Erwähnung des Zwirnknopfmuseums in der kürzlich veröffentlichten Sonderausgabe „Freistadt im Mühlviertel“ der Stadtlandzeitung bedanken.
Es ist für mich eine große Ehre, dass unser Museum in einem so bedeutenden regionalen Medium mit langjähriger Tradition im Großraum Niederösterreich gewürdigt wird. Ihre Anerkennung bedeutet mir persönlich viel und trägt maßgeblich dazu bei, das kulturelle Erbe sowie die reiche regionale Geschichte einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Besonders schätze ich die Unterstützung und das Engagement der Redaktion, insbesondere durch Frau Magister Lucia Schmied, die sich mit großem Einsatz für die Präsentation mein Museums eingesetzt hat. Es freut mich sehr, dass das Zwirnknopfmuseum nun einem erweiterten Kreis von Leserinnen und Lesern vorgestellt werden konnte.
Dieser Beitrag leistet einen wertvollen Beitrag dazu, das Bewusstsein für unsere einzigartige Kultur im Mühlviertel zu stärken und das Interesse an unserem Museum nachhaltig zu fördern.
Nochmals möchte ich meinen tief empfundenen Dank für diese bedeutungsvolle Aufmerksamkeit und die nette Überrraschung aussprechen. Ihre Wertschätzung motiviert mich, weiterhin mit Leidenschaft und Hingabe unsere kulturellen Schätze zu bewahren und zu präsentieren.
Herzlichst
Sabine, Die Knopfmacherin
Krump-Hehenberger